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Wohnsolitär Hochstraße

Frankfurt am Main

 

Eingeladener Wettbewerb 2011

 

Das Wohnsolitär ist Teil des neuen innerstädtischen Gebäudeensembles, das in hochwertigster städtebaulicher Lage Frankfurts in unmittelbarer Nähe zur Alten Oper, südlich des vorhandenen Grünzugs der städtischen Wallanlagen und als nördliche, straßenseitige Bebauung entlang an der Hochstrasse entsteht.

 

Die für das Fassadenkonzept relevante baukonstruktive Gliederung erfolgt gemäß der zeitgenössischen Leitidee für ein hochwertiges Wohnen: die gewählten Grundrissteilungen für die 26 Wohnungen berücksichtigen das Wohnen in ineinanderfließenden zum großen Teil offenen Raumgefügen: pro Geschoss werden vier Apartments in nordsüdlicher Ausrichtung angeordnet bzw. durch die Gebäudehülle „durchgesteckt". Die baukonstruktive Gliederung in Schotten gemäß der Grundrissteilungen generiert folgerichtig über alle Geschosse eine vertikale Zonierung. In dieser Teilung werden an der Fassade Hochstrasse und an der Fassade Wallanlage vier hochwertige Fassadensegmente gestaltet, die die Anmutung von vier selbständigen Gebäudeteile andeuten lassen, so dass jedes Gebäudeteil für sich selbstbewusst theoretisch auch seine eigene postalische Adresse erhalten.

 

Innerhalb der vertikalen Fassadensegmentierung entsteht an der Hochstrasse eine klassische Lochfassade. Die Öffnungen sind stehende Formate sowie Formate in Größe von klassischen Loggiaöffnungen. Der Wechsel der Öffnungen Loggiaöffnungen bewirkt einen zurückhaltenden aber charakteristisch starken und eleganten Rhythmus über das stadträumliche Erscheinungsbild der Gesamtfassade. Die Loggien an der Hochstrasse werden zu besonderen, semitransparenten Zonen. Diese sensiblen Raumpuffer zwischen der eigentlichen klimatischen Außenhaut als geschosshohen Verglasungen und der davorliegenden „zweiten Haut" als transparente Natursteinfassade bieten nicht nur einen zusätzlichen Schallschutz, sondern auch einen direkten Sichtschutz und vor allem Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Anordnung von beweglichen Metalllamellen in der Natursteinfassade soll dieses Konzept zusätzlich unterstützen.

 

Das architektonische Erscheinungsbild zeigt sämtliche Fassaden als Natursteinfassaden in einem hellen Sandstein. Damit soll innerhalb der konsequenten Fortführung des bestehenden Fassadenbildes der historischen Bebauung, Beständigkeit und Bewährtes aufgenommen und wiedergegeben, aber auch hochwertige Interpretationen als attraktive Gestaltungsgeber für zeitgenössische Fassadenprofile ermöglicht werden.