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Oberpostdirektion

Frankfurt am Main

 

Bauherr: Deutsche Bundespost / OPD Deutsche Post Immobilien

Leistungsphasen 1-8 gem. HOAI

Planung ab 1982, Fertigstellung 1991

 

Der repräsentative Altbau der Oberpostdirektion, am Rande des Frankfurter Westends und gegenüber dem Haupteingang des Messegeländes gelegen, wurde um die Jahrhundertwende errichtet, im Zweiten Weltkrieg teilzerstört und in den 50er Jahren wieder instandgesetzt. Er bedurfte einer grundlegenden Modernisierung und zugleich Erweiterung, damit auch die zahlreichen, inzwischen über das Stadtgebiet verstreuten, Dienststellen hier zusammengefasst werden konnten.

 

Der Altbau wurde im Inneren völlig entkernt und baulich-gestalterisch neu konzipiert. Im Zusammenhang mit einer Aufstockung der äußeren Gürtelbauten wurde der bisher unbefriedigende obere Geschoßabschluss neu gefasst. An der Fassade wurden Unzulänglichkeiten, Nachkriegsausbesserung und gestalterische Mängel beseitigt. Das Gebäude erhielt eine neue Eingangshalle, die mit ihrem rotundenförmigen, begrünten Zentrum, ihrer Höhenentwicklung und Oberbelichtung, den sich eröffnenden vielfältigen Durchblicken und Raumerweiterungen besonders bemerkenswert ist. Der im Volumen dem Altbau etwa gleichgewichtige Erweiterungsbau geht in der Höhenentwicklung wie im Fassadenmaterial auf den älteren Nachbarn ein, weist sich in seiner Formensprache jedoch konsequent als Bauwerk seiner eigener Zeit aus. Die Baukörperausbildung betont die Ecksituation, durch ein Verdrehen der Basisgeschosse gegenüber der aufgehenden Baumasse ist dem Straßenverlauf geantwortet. Altbau und Erweiterungsbau, durch eine mehrgeschossige verglaste Brücke verbunden, bilden miteinander ein spannungsreiches Ensemble, das in seinem Anspruch der städtebaulich exponierten Situation gerecht wird und 1.200 Mitarbeitern zeitgerechte Arbeitsraume bietet.