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Landeszentralbank Rheinland-Pfalz

Mainz

 

Bauherr: Landeszentralbank in Rheinland-Pfalz

Wettbewerb 1. Platz

Leistungsphasen 1-8 gem. HOAI

Planungs- und Bauzeit 1983-90

 

Am westlichen Stadtrand von Mainz entstand das neue Domizil der Landeszentralbank mit ihren 400 Mitarbeitern. Beim Entwurf war die Gliederung der Hauptverwaltung, Rechenzentrum und Hauptstelle Mainz der LZB zu beachten; nach ihrem Selbstverständnis fordern Stellung und Aufgabe der Landeszentralbank keines werbenden Aufwands und keiner Repräsentation, daher war das neue Dienstgebäude in erster Linie als Arbeitsstätte aufzufassen.

 

Für die Bebauung des Grundstücks bestanden enge planungsrechtliche Bindungen: Gebäudehöhen, abgestaffelte Straßenfronten, überbaubare Flächenteile waren detailliert festgelegt. Ein mäßig hoher lang gestreckter Baukörper mit markanter Differenzierung von Sockel, Rumpf, Kopf und Quergliedern antwortete am besten auf die städtebauliche Situation und bildete zugleich die Systemorganisation ab. Dabei nahm der nach Norden gelegene Sockel mit der betonten Raumkante die LZB-Hauptstelle sowie auf der darüberliegenden Ebene das Rechenzentrum auf. In dem rund ausgebildeten Kopfteil ist auf Ebene 4 das Kasino eingerichtet, fächerförmig sich zur Landschaft hin öffnend. Die oberste Ebene dieses runden Bauteils ist den Räumen des Vorstands vorbehalten. Der nach Süden sich anschließende lang gestreckte Trakt, der sich mit seinen von Querflügeln gebildeten beiden Höfen zur Landschaft hin öffnet, enthält dagegen die Hauptverwaltung mit ihrer Einzelbürostruktur. Mehr als die Hälfte der Baumasse, darunter ausgedehnte Technikräume, liegt unter Erdniveau.

 

Trotz der nach außen sichtbar gemachten Differenzierung der unterschiedlichen Nutzbereiche bewahrt der Baukörper insgesamt seine gestalterische Einheit. Dazu trägt wesentlich das einheitliche Prinzip der Fassadenbildung bei. Durch die Verkleidung der geschlossenen Wandteile mit bayerischem Granit wirkt die Fassade schwer und solide, die metallischen Akzente von Balkonbrüstungen, Geländern und Pergolen setzen dagegen auflockernde Kontraste. Die grau getönten Fensterprofile sind durch grüne und rote Gliederungen belebt.